Geschichte zwischen Mythos und Messianischem

Daniel Kuran: Geschichte zwischen Mythos und Messianischem
Vienna University Press bei V&R unipress, Göttingen 2019

Ein Verständnis von Geschichte wird in Walter Benjamins Werk im Spannungsgefüge der Begriffe des Mythos und des Messianischen entwickelt. Das Motiv einer Verletzbarkeit der Toten deutet auf Geschichte als öffnenden Spalt zwischen Mythos und Messianischem sowie die Zeit als eine humane Zeit. Ausgehend von Benjamins frühem Essay Zur Kritik der Gewalt und in Auseinandersetzung mit dessen enormem Einfluss auf die gegenwärtigen Diskurse bei Jacques Derrida, Giorgio Agamben und Sigrid Weigel wird Benjamins Geschichtsdenken entfaltet. Das Potential eines schwachen Messianismus, der den Nukleus von Benjamins Denken bildet, liegt darin, die Toten als Subjekt der Geschichte aufzuweisen und zugleich eine Kritik der souveränen Macht, der Bilder und der Gesellschaft zu leisten.

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Entsakralisierung als Heiligung der Kirche

Beitrag von Kurt Appel in den Rosmini-Studien

Der Ausgangspunkt des Artikels ist die 1848 erschienene kleine Schrift des großen  katholischen  Intellektuellen  Antonio  Rosmini  mit  dem  Titel Delle  Cinque  Piaghe  della  Santa. Ausgehend von dieser Schrift, die einen wichtigen Einfluss auf den fortschrittlichen italienischen Katholizismus  des 20. Jahrhunderts  und damit  auf die Entwicklung  der Katholischen Kirche vor, während und auch nach der Konzilszeit hatte, wird der Versuch unternommen, die fünf Plagen  der  Kirche,  die  Rosmini  benennt,  einer  Aktualisierung  zu  unterziehen.

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Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation

Ausgabe 7: The Crisis of Representation, hg. v. Kurt Appel und Carl Raschke

Der Ausdruck “Crisis of Representation”, der durch M. Foucault große Aufmerksamkeit erlangte, steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Die Krise wird dabei nicht allein in politischer und ökonomischer, sondern auch in kultureller, ästhetischer und religiöser Hinsicht betrachtet. Die Untersuchung dieses komplexen und vielschichtigen Phänomens verlangt eine interdisziplinäre Form der Annäherung. Die Beiträge der AutorInnen stammen aus den Bereichen Philosophie und Theologie sowie aus den Sozial-, Religions-, und Islamwissenschaften. Sie legen in disziplinenübergreifender Weise den Fokus auf die politische, religiöse, gesellschaftliche und ökonomische Dimensionen der Krise und beziehen sich auf gegenwärtige philosophische und postkoloniale Debatten. Zum einen zielen die Beiträge des Bandes auf eine Untersuchung des Wesens der Krise der Repräsentation ab, um dieser einen theoretischen Rahmen zu geben; zum anderen verstehen sie die Krise der Repräsentation als eine Kategorie, die geeignet erscheint, um religiöse und gesellschaftliche Transformationen zu untersuchen.

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Interview mit Prof. Kurt Appel "Die Welt ist nicht religiöser geworden" (19.12.2018)

In welcher Wechselwirkung stehen Wandlungen in Religion und Gesellschaft? Dieser Frage gehen WissenschafterInnen der Universität Wien in dem interdisziplinären Forschungszentrum "Religion and Transformation in Contemporary Society" (RaT) nach:

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Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation

Ausgabe 6: Moralities of Warfare and Religion

Die Beiträge der sechsten Ausgabe des Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society erörtern das Thema Kriegsmoralitäten und Religion aus einem langfristigen historischen Blickwinkel. Die Ausgabe bringt WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen – Geschichte, Theologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie – zusammen, um neueste Ergebnisse zur Kriegstheorie und zu Kriegserfahrungen insbesondere mit Blick auf Religion zu präsentieren. Durch die Fokussierung auf das Kommitment von Kombattanten und das Kommitment, den Frieden zu stärken, bietet die Ausgabe eine frische und immer noch ungewöhnliche Perspektive. Sie wird weiterführende Diskussionen zum moralischen Kommitment in der Kriegsethik, zur Rolle von Religion im Krieg und zu den Aussichten einer Friedensethik befördern. Religion spielte eine große Rolle für Kombattanten und Nicht-Kombattanten im Ersten Weltkrieg, der „Urkatastrophe“ (George Kennan) des 20. Jahrhunderts. Religion war und bleibt ein facettenreicher und beständiger Aspekt der Kriegsführung, in mancherlei Hinsicht auch eine den Frieden befördernde Art und Weise die Welt zu sehen.

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"Missbrauchsopfer: Kirche ist auf gutem Weg" - Interview mit Prof. Wolfgang Treitler in "Vatican News"

15. Juni 2018

 

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"Resurrezione per postmoderni" - Interview mit Prof. Kurt Appel in "Il Foglio"

 

8. Mai 2018

 

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Neue Publikation von Kurt Appel und Isabella Guanzini: Il neognosticismo

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Neuer Artikel von Kurt Appel: Das Dieses ist ein Baum ist ein Baum.

Der absolute Geist als freies Dasein der Wirklichkeit, in: T. Oehl, A. Kok, Objektiver und absoluter Geist nach Hegel. Kunst, Religion und Philosophie innerhalb und außerhalb von Gesellschaft und Geschichte, Brill: Leiden, Boston 2018, 57-80

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Tempo e Dio. Aperture contemporanee a partire da Hegel e Schelling

Der vorliegende Band stellt den Versuch einer theologischen Theorie der Zeit dar. Gezeigt wird, dass dem Thema „Zeit“ eine zentrale Stellung in der Auffassung Gottes seitens der spekulativen Philosophie Hegels und der Spätphilosophie Schellings zukommt. Auf diese Weise ist der Zeitbegriff ein Schlüssel zu einem Verständnis der beiden schwierigen Denksysteme. Der Band will weiters den Aufweis erbringen, dass sowohl das derzeit gängige säkulare Zeitkonzept einer ewig fortlaufenden chronologischen Zeit als auch das klassische theologische Zeitkonzept, in dem Zeit lediglich ein Vorspiel der zeitlosen Ewigkeit Gottes ist, unzureichend sind. Dagegen wird die Auffassung vertreten, dass die Ewigkeit ein Moment einer im Innersten liturgisch verfassten Zeit ist, in deren offener, je neu zu schreibender Vergangenheit Gottes Name auf uns zukommt, dessen Würde in der Verletzbarkeit, Unverfügbarkeit und Offenheit des Seins liegt.

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Buchpräsentation

Tempo e dio (italiano)


Fehl und Wiederkehr der heiligen Namen

von Jakob Helmut Deibl

 

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Sehr gut

von Wolfgang Treitler

 

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Gespräche, Interviews, Antworten

Johann Baptist Metz - Gesammelte Schriften Band 8

Ausgewählte »Gespräche« mit Diskussionspartnern aus Wissenschaft und Politik, »Interviews« in öffentlichen Medien und »Antworten« auf Grundfragen des christlichen Glaubens vereint dieser »Gesprächsband« der Gesamtausgabe. Die Texte kreisen um das Grundanliegen der Neuen Politischen Theologie und um dringliche Erneuerungsimpulse für Theologie und Kirche in einer durch die politische Aufklärung gewandelten Öffentlichkeit. Das in konkreten Situationen gesprochene Wort besitzt eine eindringliche Ausdruckskraft und Evidenz.


Mystik der offenen Augen

Johann Baptist Metz - Gesammelte Schriften Band 7

Die „Mystik der offenen Augen“ bildet den spirituellen Hintergrund der theologischen Arbeit von Johann B. Metz. Gegen den Trend einer längst schon zum inhaltslosen Modewort avancierten Spiritualität sucht er das spirituelle Profil des Christentums als „Antlitzmystik“ zu schärfen. Der christliche Glaube verbindet sich so nicht nur mit unserem Hören, sondern auch mit unserem Sehen, das zur Gotteserfahrung und zur Basis tiefer christlicher Spiritualität inmitten unserer säkularen Welt werden kann.


Reformation(en) und Moderne

Religion and Transformation in Contemporary European Society - Band 12

Luther ist nur eine Stimme unter den spätmittelalterlichen Reformbewegungen. Die historische Forschung stellt die Lutherische Reformation inzwischen in den breiten Strom christlicher Reformbewegungen seit dem 13. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund muss auch das aufklärerische Bild von Luther als einem Protagonisten der Neuzeit revidiert werden. Die Vielfalt spätmittelalterlicher Reformbewegungen bis hin zum Trienter Konzil bildet zusammen mit dem Renaissancehumanismus ein reiches Reservoir an geistigen Aufbrüchen, von denen zahlreiche Beziehungen zur Moderne ausgehen. Mit diesem komplexen Geflecht zwischen christlichen Reformation(en) und Moderne beschäftigen sich die ausgewählten Studien in diesem Band sowohl aus theologischer als auch philosophischer Perspektive.


Das Testament der Zeit: Die Apokalyptik und ihre gegenwärtige Rezeption (Quaestiones disputatae)

Kurt Appel, Erwin Dirscherl (Hg.)

Der vorliegende Band versammelt profilierte Vertreter aus Theologie und benachbarten Disziplinen, um die Frage nach dem Ende unserer Zeit und was diesem folgt, zu thematisieren. Bezug genommen wird auf die biblisch grundgelegte apokalyptische Tradition.

Ein besonderes Augenmerk wird auf gegenwärtige kulturelle und philosophische apokalyptische Gedankenwelten gelegt. Mit Beiträgen von Kurt Appel, Erwin Dirscherl, René Dausner, Jakob Helmut Deibl, Georg Essen, Isabella Guanzini, Branko Klun, Tobias Nicklas, Knut Wenzel, Josef Wohlmuth, Hans Schelkshorn.