Dissertationen laufend (Betreuer: Kurt Appel)

Boch Michael

"Die transzendentale Logik des Wissens. Eine Untersuchung zur transzendentalen Logik im Spätwerk Johann Gottlieb Fichtes und deren Rezeption"

Die Dissertation hat zum Ziel, die Idee und die Ausgestaltung der transzendentalen Logik in Johann Gottlieb Fichtes späten Logik-Vorlesungen von 1812/13 historisch und systematisch zu erforschen. Historisch meint, dass die Vorlesungen zur transzendentalen Logik analysiert, kontextualisiert und in das fichtesche Gesamtwerk eingeordnet werden sollen. Systematisch meint, dass der Fokus nicht nur auf dem historischen Text der Vorlesungen liegt, sondern auf Fichtes Aneignung und Weiterentwicklung der Idee einer transzendentalen Logik. Hierbei sind die Vorlesungen zur transzendentalen Logik einerseits darauf zu untersuchen, inwiefern diese an Kants Idee einer transzendentalen Logik der Erkenntnis anknüpfen und woran die konzeptionellen wie begrifflichen Unterschiede festzumachen sind. Abschließend soll Hermann Krings produktive Anknüpfung an Fichte in seiner Transzendentalen Logik von 1964 vorgestellt werden und so die Kontinuität der transzendentalen Logik des Wissens bis ins 20. Jahrhundert nachgewiesen werden.

 




Cho Weon Min

Satan als zentrales Theologumenon des Christentums, neu gelesen in Schellings „Urfassung der Philosophie der Offenbarung“

 

 


Coser Mattia

Das Böse in Gott? Ontologie des Bösen und des Leidens in der Philosophie Pareysons

Betreuer: Kurt Appel und Jakob Deibl

Die Dissertation sucht eine Auseinandersetzung mit diesem Problem durch die Analyse der philosophischen Vorschläge des wichtigsten italienischen Religionsphilosophen des 20. Jh., Luigi Pareyson. Ein Schlüssel, um die Frage nach dem Bösen heute philosophisch neu entfalten zu können, sieht Pareyson dabei einerseits in der Ausarbeitung einer Ontologie der Freiheit, die sich eng an Schelling anlehnt, und andererseits in einer Hermeneutik des Mythos. Bereits Schelling betont insbesondere durch den Gedanken einer „Vernunftekstasis“ als Übergang von der reinrationalen (metaphysischen) Philosophie in eine „positive“ (christlich-heilsgeschichtlich inspirierte) Philosophie, die sich des Mythos als genuine Sprachform bedient, dass das Problem des Bösen und des Leidens nicht reflexiv auflösbar sein kann. Diesen Gedanken fortführend betrachtet Pareyson die Hermeneutik des Mythos als einzig geeignetes philosophisches Instrument, um die Frage nach dem Bösen und dem Leid aus einer neuen Perspektive betrachten zu können.


Gallwitz Lars Helge

Hegel und Nietzsche oder identische und nichtidentische Transzendentalität

Die Dissertation möchte die Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit reflexiven Erkennens anhand der Werke Hegels und Nietzsches klären. Beide Autoren gehen in ihrem Denken von der Frage aus, ob und wie sich die von der kantischen Vernunftkritik geforderte Rückbesinnung der Erkenntnis auf sich selbst realisieren lässt. Sie vertreten dabei jedoch einander ausschließende Positionen: Während Hegel die Notwendigkeit vollständiger, rationaler Selbsterkenntnis nachzuweisen sucht, beharrt Nietzsche gerade auf dem Scheitern jedes Anspruchs auf allgemeingültige und überzeitliche Erkenntnis. Es stellt sich daher die Aufgabe, beide Positionen von ihren jeweiligen Voraussetzungen her zu entwickeln und dadurch deren mögliche Vermittlung aufzuzeigen.

 

 

 


Thaddäus Gao Jianjun

Der Begriff der Transzendenz bei Hans Urs von Balthasar und bei Dong Zhongshu (董仲舒)— Eine Darstellung des interkulturellen Dialogs zwischen der christlichen Theologie und der klassischen chinesischen Philosophie

Die Dissertation „Der Begriff der Transzendenz bei Dong Zhongshu (董仲舒)und bei Hans Urs von Balthasar“ handelt in erster Linie davon, den Begriff der Transzendenz durch die Darstellung eines solchen interkulturellen Dialogs neu zu überdenken und darüber hinaus den Versuch zu unternehmen, christliche Theologie in die chinesische Kultur zu inkulturieren.

 

 

 

 


Günther Julius

Untersuchungen zur religiösen Dimension des Unbewussten und unbewussten Dimension der Religion bei F.W.J. von Schelling

Die Dissertation versucht ausgehend von einer systematischen Analyse von Schellings „System des transzendentalen Idealismus“ den Begriff des Unbewussten auf seine religiöse Dimension hin zu interpretieren. Die Ergebnisse werden mit der „Philosophie der Kunst“, sowie „Philosophie und Religion“, der „Freiheitsschrift“, den „Stuttgarter Privatvorlesungen“ und den „Weltaltern“ vertieft und erweitert. Dieser Fortgang ermöglicht es die religiöse Dimension des Unbewussten im früheren Werk Schellings ebenso als unbewusste Dimension des Religiösen im Spätwerk zu interpretieren.

 

 



Lehner Elisabeth

Wenn die Sprache versagt ...,
... IM Ende war das Wort und das Wort IST bei Gott und das Wort IST Gott

Lobotka Vladimir

Toybee's Conception of History in the Context of the Challenges of Our Era

 

 

Macha Christian

Die Gesellschaftsdiagnose Zygmunt Baumans im Gespräch mit Evangelii Gaudium

Betreuer: Kurt Appel und Jakob Deibl

In meiner Dissertation möchte ich ausgehend von Zygmunt Baumans Diagnose unserer Gesellschaft als liquid modernity der Frage nachgehen, welches Potenzial Evangelii Gaudium für die Gestaltung von ethischen Gemeinschaften im Sinne von Zygmutn Bauman bietet.

 

 

 

Oberndorfer Markus

Zur Gottesfrage bei Augustinus Wucherer-Huldenfeld

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen werden, wie sich die philosophische Theologie bei Prof. Wucherer entfaltet. 


Palasciano Gabriele

 
La filosofia della religione di Juan Carlos Scannone. Prospettive fenomenologiche e filosofiche in epoca postmoderna 

Porchia Francesco

Il concetto di Vita e di Morte nell'Idealismo tedesco. Considerazioni su Hegel e Schelling.
Etica della comunicazione, della ricerca scientifica e dell'innovazione tecnologica. XXXVI ciclo.

Tutor Marco Moschini (Università degli studi di Perugia), Co-Betreuer Kurt Appel


Rebes Marcin

Die drei Aspekte [Naturen] Gottes und die Schöpfung in Alfred North Whiteheads Prozessphilosophie und dem christlichen Glaubenssystem

In der Dissertation geht es darum, die Fragen nach "primordial nature", "consequent nature" sowie "superjective nature" in der Philosophie Whiteheads mit dem christlichen Glaubenssystem zu erörtern. Ziel der Arbeit ist es, die drei göttlichen Naturen bzw. Aspekte in der Prozessphilosophie aufzuzeigen und zu darzustellen, wie sie das Problem der Beziehung zwischen Gott und seinen Geschöpfen unter Berücksichtigung des Problems der Freiheit und der Kausalität erklären können.

 

 


Rogers Christoph

The Fold of the Night Journey: Gilles Deleuze and Nomadic Islam

Schneider Stefan

Die Welt als Gott im Werden. Bulgakovs sophiologische Schöpfungstheologie und Teilhard de Chardins Theologie der Evolution im Dialog

(Erstbetreuung Ioan Moga, Zweitbetreuung Kurt Appel)

Die Dissertation Die Welt als Gott im Werden. Bulgakovs sophiologische Schöpfungstheologie und Teilhard de Chardins Theologie der Evolution im Dialog adressiert die Frage nach strukturellen Parallelen und charakteristischen Eigenheiten im Vergleich der beiden synthetischen Theologien. Der intendierte Nutzen ist der Hinweis auf eine gemeinsame Grundintuition sowie einen geteilten Weltzugang im christlichen Osten und Westen. Zur Orientierung dienen dabei eine Reihe von Vergleichsdimensionen anhand welcher die umfangreiche Quellen- und Sekundärliteratur befragt wird.


Steigerwald Tamas

Die Bedeutung (Funktion) ausgewählter biblischer Texte in der politischen Philosophie von Slavoj Žižek

Svirać Ante

Paradigma in der Theologie. Untersuchungen zu einem umstrittenen Begriff